Radiosynoviorthese des Kniegelenks (RSO)

Die Radiosynoviorthese ist ein Therapieverfahren zur Behandlung entzündeter Gelenke. Dabei wird ein radioaktiver Stoff wird mit einer feinen Nadel direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt.

Ziel ist eine Linderung der Schmerzen und Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Nach der Behandlung darf das Gelenk zwei Tage nicht bewegt werden. Ein Krankentransport wird Sie deshalb nach der Behandlung nach Hause bringen. Sie können nicht allein laufen oder Auto fahren. Klären Sie vorab, dass sich daheim Angehörige oder eine Pflegekraft um Sie kümmern.


Indikationen

Therapierefraktäre Synovialitis des Kniegelenks z.B. bei:

  • Psoriasisarthropathie,
  • Aktivierter Arthrose,
  • Rheumatoider Arthritis trotz ausreichender Basistherapie,
  • Kristallarthropathie,
  • Villonodulärer Synovitis,
  • Arthropathie bei Hämophilie,
  • Zustand nach arthroskopischer Synovektomie Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sollte eine sechsmonatige konservative Therapie der Radiosynoviorthese vorausgehen.
Kontraindikationen
  • Schwangerschaft und Stillperiode
  • Hämarthros (Bluterguß in einem Gelenk)
  • Infektion in der Nähe der Injektionsstelle
  • Rupturierte Baker-Zyste Relative Kontraindikation:
  • Weigehende Gelenkinstabilität mit Knochendestruktion
  • Patienten unter 20 Jahren
Zeitaufwand

30 Minuten

Vorinformationen

Vorbefunde wie: MRT, Sonographie, 3-Phasenskelettszintigraphie, Op.-Bericht, Vorerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis und bisherige Therapie. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Gerinnungsstörungen.

Vorbereitung

Aufklärung und Organisation der Ruhigstellung des Kniegelenks nach der Behandlung für mindestens 48 Stunden (Transport nach Hause, Betreuung zu Hause, Gehstützen für den Toilettengang, bei entsprechendem Risiko Thromboseprophylaxe). Aufklärung über Nebenwirkungen und Risiken.

Radiopharmakon

Yttrium-90-Zitrat/Silikat

Dosierung

185-275 MBq

Strahlenexposition

Eine genaue Dosimetrie ist nicht möglich. Die absorbierte Dosis ist nicht nur abhängig von dem verwendeten Radionuklid und der applizierten Aktivität, sondern auch von der intraartikulären Nuklidverteilung und der Synovialisdicke. Die adäquate Aktivi