Lungenperfusionsszintigraphie

Pathophysiologisches Prinzip

Makroaggregierte Albuminpartikel (10 - 50 µm) verursachen in der Lungenendstrombahn Mikroembolien der Lungenkapillaren (8 µm). Es werden so wenig Partikel verwendet, daß maximal jede 10.000ste der ca. 300.000.000 Kapillaren blockiert wird. Die Aktivitätsverteilung zeigt die perfundierten Anteile, embolisch bedingte Verschlüsse größerer Gefäße führen zu segmentalen Speicherausfällen.


Indikationen
  • Nachweis bzw. Ausschluß einer Lungenembolie
  • Untersuchung der Lungenfunktion vor geplanter Operation
  • Beurteilung von Rechts-links-Shunts oder Lungentransplantaten
Kontraindikationen

Schwangerschaft und Stillperiode Eiweißallergie

Zeitaufwand

20 Minuten

Vorinformationen
  • Anamnese: Rechts-Links-Shunt, schwere pulmonale Hypertonie, Brustschmerzen, Luftnot, Hämoptysen, Synkopen, Symptome der tiefen Beinvenenthrombose, Anwendung oraler Kontrazeptiva, vorangegangene Operationen, vorangegangene Lungenembolien, Tumoren, Linksherzversagen, Rauchen und intravenöser Drogenabusus
  • Klinische Untersuchung: Vitalzeichen, Untersuchung des Herzens und des Brustkorbs, Befunde an den Beinen
  • Ergebnis einer evtl. vorangegangenen Lungenszintigraphie
  • Röntgen-Thoraxbild: Verdichtungen, Atelektasen, Ergüsse, Raumforderungen, Kardiomegalie, verminderte pulmonale Gefäßzeichnung
  • Behandlung mit Antikoagulanzien oder thrombolytische Therapie
  • Befunde der Untersuchung der Beinvenen (z.B. Kompressionssonographie)
Vorbereitung

keine

Radiopharmakon

Tc-99m-Humanalbumin-Makroaggregate

Dosierung

100-200 MBq (Planar/SPECT)

Strahlenexposition

Die effektive Dosis liegt für Erwachsene bei 0.017 mSv/MBq Tc-99m-Humanalbumin -Makroaggregaten. Dies entspricht beim vorgeschriebenen Referenzwert von 100 MBq (planare Aufnahme) einer effektiven Dosis von 1.7 mSv; bei 200 MBq (SPECT-Aufnahme) einer effe