Lungenventilation
Pathophysiologisches Prinzip
Aerosole sind ein System aus Gas (Luft) und Schwebepartikeln (flüssig = Nebel, fest = Rauch; Niederschlag der Partikel an Oberflächen = Deposition)
Das Depositionsmuster von inhaliertem Radioaerosol reflektiert nur dann die regionale Ventilation, wenn die Partikel quantitativ bis in den Alveolarraum gelangen und dort deponiert werden.
Der mittlere aerodynamische Durchmesser (AMD) darf hierzu 2 μm nicht überschreiten.
Mit einem Pressluft- oder Ultraschallvernebler erzeugte Radioaerosole enthalten auch größere Partikel, weshalb eine mechanische Partikelselektion mit hohen Aktivitätsverlusten erforderlich ist.
Geeignete Radiopharmazeutika: Tc-99m-DTPA (schnelle Resorption); Tc-99m-Diphosphonat (langsame Resorption), oder Tc-99m-Nanokolloide (sehr langsame Elimination). Tc-99m-DTPA (Diethylentriaminpentaessigsäure) wird häufig eingesetzt, da der mittlere aerodynamische Durchmesser (AMD) bei 0.45 μm, der maximale Partikeldurchmesser bei 2 μm liegt.
Der Wirkungsgrad der Radioaerosolgeneratoren kann bei Pressluft- und Ultraschallverneblern mit 1 – 2 % angenommen werden.
Möglich ist auch der Einsatz von ultrafeinen Tc-99m-markierten Graphitpartikeln, generiert durch Verdampfen von Tc-99m-Pertechnetat auf Graphit bei 2500°C unter Argonatmosphäre (Technegas AMD < 0.01 μm)
| Indikationen |
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| Kontraindikationen |
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| Zeitaufwand |
20 Minuten |
| Vorinformationen |
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| Vorbereitung |
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| Radiopharmakon |
Tc-99m-Pertechnetat-Technegas AMD < 0.01 μm |
| Dosierung |
Maximale Aktivitätsmenge nach Angaben des Herstellers des Inhalationsgerätes: 1.000 MBq (Diagnostische Referenzwerte in der Nuklearmedizin) Die üblicherweise in der Lunge deponierte Aktivität beträgt bei Erwachsenen 10 – 40 MBq. |
| Strahlenexposition |
Die effektive Dosis liegt für Erwachsene bei 0.007 mSv/MBq Tc-99m-Pertechnetat-Technegas. In Abhängigkeit von der Deposition in der Lunge (10 - 40 MBq) entspricht dies einer effektiven Dosis von 0.07 - 0.28 mSv. |
